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Der Uradventskranz aus dem Rauhen Haus in Horn 

Unter großer Beteiligung von Schülern der Wichernschule, Rauhäuslern und Menschen aus dem Stadtteil Horn fand das Ereignis am 4.12.statt.

Aus der Ansprache von Pastor Dietrich Sattler, Vorsteher des Rauhen Hauses:
Wie jedes Jahr am ersten Montag im Advent zünden wir heute die ersten Kerzen des Rauhhäusler Adventskranzes an. Am ersten Adventsonntag des Jahres 1839 ließ Johann Hinrich Wichern, der Gründer des Rauhen Hauses, im damaligen Betsaal einen Leuchter mit vielen Kerzen bestücken. Bis Weihnachten wurde zur Andacht werktags eine rote und sonntags eine weiße Kerzen angezündet. Jeden Tag also brannte eine Kerze mehr, am 24.Dezember alle zusammen in vollständiger Schönheit. 

Aus dem Betsaal-Leuchter wurde später einer grüner, zusätzlich mit Bändern geschmückter Kranz. Diakone des Rauhen Hauses, die in Kirchengemeinden oder sozialen Einrichtungen tätig waren, verbreiteten ihn in ganz Deutschland. 

Die meisten Menschen haben zu Hause Platz für einen Adventskranz nur mit vier Kerzen, für jede Adventswoche eine. Das Original aus dem Rauhen Haus berücksichtigt jeden Tag der Adventszeit. In diesem Jahr zählt unser Kranz 21 Kerzen (vier weiße Sonntagskerzen, 17 rote Werktagskerzen. Gestern war der 3. Dezember, bis Heilig Abend am 24.Dezember sind es noch 21 Tage. 

Advent heißt "Ankunft". Wir bereiten uns auf den Geburtstag Jesu vor, der Weihnachten zur Welt kam. Alle Jahre wieder feiern wir seine Ankunft. Denn mit seinem Namen verbinden sich alle unsere Hoffnungen auf Glück, auf Gerechtigkeit, auf Frieden und Gemeinschaft. Wir zünden Kerzen an. Sie sind Zeichen der Vorfreude, vor allem aber Ausdruck unserer Hoffnung auf einen gewissen Glauben, auf ein erfülltes Leben, auf friedliche Zeiten und auf Solidarität im Umgang der Menschen untereinander. 


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